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Essen – Freier Buddhismus – Der Zyklus von Leben und Sterben / Bardo-Lehren – mit Yesche

4. Dezember 2026 - 6. Dezember 2026
  des Tibetischen Buddhismus und die Bedeutung des Geistes bei der Manifestation aller Daseinszustände
Die Lehren des Buddha betonen in ihrer Beschreibung des “abhängigen Entstehens” die Rolle des “Ergreifens”. Ständig ergreifen wir etwas, treffen Entscheidungen, wollen etwas haben oder nicht haben, jemand sein oder nicht sein, irgendwo hin oder nicht hin. All dies sind geistige Impulse, die aller Manifestation und Aktion vorausgehen und diese auslösen. Begehren, Hassen/Ablehnen und Verblendung sind der innerste Antrieb aller Existenz und sie geschehen im Geist.
Dies müsste jedoch nicht unbedingt so sein. Wir könnten ebenso nicht-ergreifen, nicht-begehren, nicht-hassen, nicht verblendet sein.
Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus, etwa 1200 Jahre nach dem Buddha von Padmasambhava formuliert, verdeutlichen diese Dynamik nochmals auf eine besonders tiefe Art und Weise. “Bardo” bedeutet “Zwischenzustand” oder “geistiges Intervall”.
Dabei werden die geistigen Dimensionen aufgezeigt, die erfahrbar wären, wenn wir das “dualistische Greifen” überwinden könnten. Dies wäre am besten zu Lebzeiten in tiefen Meditationen einzuüben, was sich dann auch entsprechend günstig auf den Sterbeprozess und die geistigen Zustände nach dem physischen Tod auswirken würde. Natürlich geht man im Buddhismus davon aus, dass ein Bewusstseisstrom nicht mit dem physischen Tod endet. Er ist ja auch schon da, wenn ein Leben beginnt.
Auch für die achtsame und mit spiritueller Weitsicht angebotene Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen könnte es sich günstig auswirken, wenn man diese alten Weisheitslehren kennt. Sie stellen eine geistig-religiöse Alternative zu einer monotheistischen Schöpfungsreligion dar und ihren Vorstellungen von einer vermeintlichen Ewigkeit und den Ideen von Himmel und Hölle, wobei diese in den Differenzierungen der buddhistischen Sichtweise eventuell sogar verständlicher werden. Dass der Geist nicht sterben und im Tod eine besondere Lichthaftigkeit erfahren kann, haben viele Religionen gemein.
Es werden die 4 bzw.6 Bardo-Zustände erläutert:
1. Bardo des Entstehens und Existierens (Tibetisch: Kye Nä Bardo)
2. Bardo des schwierigen Sterbevorgangs (Tibetisch: Schi Kä Bardo)
3. Bardo des Klaren Lichts und der Letztendlichen Wirklichkeit (Tibetisch: Tschö Nyi oder Dharmata-Bardo)
4. Bardo des Werden (Tibetisch: Si Pä Bardo)
und
5. Bardo des Träumens im Schlaf (Tibetisch: Milam Bardo)
6. Bardo der tiefen Meditation (Tibetisch: Ting Gne Dsin oder Samadhi-Bardo)
Zu diesen Lehren gibt es sehr viel Literatur, die vorbereitend gelesen werden könnte.
Zu empfehlen: Dzogchen Pönlop Rinpoche – Der Geist überwindet den Tod.
oder “Dalai Lama / Francesco Varela – Schlaf, Traum und Tod”

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