Buddhistisches Geistestraining

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Zukunftstag und MV der Deutschen Buddhistischen Union im EIAB in Waldbröl

23. Juni 2023 - 25. Juni 2023

Auf dieser Tagung möchte ich die Gründung eines Arbeitskreis “Krieg und Frieden” im Rahmen der DBU ins Leben rufen.
Es liegt ein Antrag auf Gründung eines solchen AK/AG vor.

Die Motive dafür sind vielfältig:
1. Die Kriege in der Welt, vor allem der Russland-Ukraine-NATO-Krieg, werden unsere Gesellschaften voraussichtlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten anhaltend beschäftigen und bedrohen. Es besteht wahrscheinlich ein kontinuierlicher Klärungsbedarf darin, wie Buddhisten, zumal wenn sie gelobt haben, nicht zu töten und das Töten durch andere nicht gut zu heißen oder zu unterstützen, mit dieser Realität ethisch, menschlich und spirituell umgehen.
 
2. Es war lange Zeit so gut wie selbstverständlich, dass jene, die sich dem Buddhismus zuwenden bzw. praktizierende Buddhisten sind, im Einverständnis mit gesellschaftlichen Strömungen wie der Friedensbewegung oder anderen Initiativen sind, die sich z.B. für die Abschaffung von Atomwaffen, Abrüstung, Gewaltverzicht usw. einsetzen. Durch die Veränderungen in der europäischen und internationalen Politik und durch die Widersprüche und schrecklichen Dilemmata des gegenwärtiges Krieges scheint dieser “common sense” an vielen Stellen zu bröckeln. Auch dazu besteht unter Buddhisten sehr wahrscheinlich ein Interesse an Diskussion, Austausch und einem Lernen voneinander.
 
3. Da die aktuelle Kriegs-Situation so dringlich und brisant ist, erscheinen manche Aktivitäten buddhistischer Gruppen usw. wie Retreats, Kurse, gemeinsame Meditationen aller Art zuweilen nurmehr als Versuche, sich von den aktuellen Themen und Gefahren abzulenken und sich den inneren Wegen und Erfahrungen zuzuwenden. Das war ja auch das, was sich in den letzten Jahrzehnten als spirituelle Gegenkultur entwickeln konnte. Auch hierzu besteht evtl. ein Bedarf des Austauschs und Voneinander-Lernens in Bezug darauf, wie die buddhistischen Lehren und Meditations-Übungen in Zeiten des Krieges sinnvoll genutzt werden können, z.B. zur Stärkung der persönlichen Widerstandskraft, des klaren Denkens, des Mitgefühls, der Pflege heilsamer Beziehungen usw. Auch inwieweit buddhistische Sanghas eine Rolle des intensiveren Miteinanders in einer individualisierten und zugleich bedrohten Gesellschaft sein können, wäre von Bedeutung.
 
Vorstellen kann ich mir zunächst eine Reihe von Online-Treffen mit jenen, die sich für diese Themen und Fragestellungen interessieren und sie ebenso für geboten und dringlich halten.
Inwieweit daraus auch Aktion erwachsen können, könnte sich im Laufe einiger Treffen zeigen.
Falls diese AG oder ein solcher AK zustande kommt, kann ich Moderator-Aufgaben und die Adressen-Pflege anbieten, würde jedoch gerne 2-4 weitere Personen finden, die sich ebenso für die Leitung und Mitwirkung in einer solchen Gruppe etwas langfristiger einsetzen wollen, so dass wir zu den öffentlichen Online-Treffen auch noch eine innere Planung miteinander abstimmen könnten.

Details

Beginn:
23. Juni 2023
Ende:
25. Juni 2023
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